Jockel Brandschutztechnik-Service GmbH

Maybachstr. 11

50259 Pulheim-Brauweiler

 

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Stationäre Löschanlagen nach jeweiligen
VDS-Richtlinien

Automatische Löschanlagen werden zum Schutz größerer Menschenansammlungen, wichtiger Anlagen oder wertvoller Güter installiert. Sie sind ortsfest verlegte Anlagen, die es ermöglichen, bei einem Entstehungsbrand sofort mit dem richtigen Löschmittel, ohne zusätzliches menschliches Eingreifen, zu reagieren. Die Auslösung der Löschvorgänge erfolgt in der Regel selbsttätig, ist aber auch von Hand möglich.

Als Löschmittel können folgende Stoffe verwendet werden:

Wasser, Sauerstoffverdrängende Inertgase, Löschpulver oder Löschschaum.

Bei der Projektierung von Löschanlagen müssen die jeweiligen unterschiedlichen Einflüsse des Objekts beachtet und die Anlage sehr genau auf den tatsächlichen Risikobedarf eingerichtet werden. Um sicher und schnell den gewünschten Löscherfolg zu garantieren, sollten ggf. verschiedene Techniken miteinander kombiniert werden.

Der Zugang zu den Zentralen von Löschanlagen sollte direkt vom Freien erfolgen, ohne dass eine Brandeinwirkung auf diesen möglich ist

Sprinkleranlagen :
Eine Sprinkleranlage ist eine wasserführende Löschanlage, die dem Raumschutz dient. Sie ist ortsfest und verfügt über einen eigenen Löschwasservorrat, welcher Wasser durch fest verlegte Rohrleitungen mit entsprechenden Abzweigungen bis zur Brandstelle verteilt. Ab einem bestimmten Hitzegrad, welcher in Abhängigkeit von der Objektsituation auszuwählen ist, platzen die Sprinklergefäßchen und geben das Löschwasser gezielt dort frei, wo die größte Hitze ist. Diese Sprinkler gibt es mit unterschiedlich hohen Auslösetemperaturen. Seine, mit wärmeempfindlicher Flüssigkeit gefüllten, Glasfässchen platzen bei der entsprechenden Temperatur und geben den freiwerdenden Wasserstrahl über den Prallteller Tröpfchenweise auf den Brandherd ab. Bei der Wasserversorgung von Sprinkleranlagen unterscheidet man erschöpfliche und unerschöpfliche Wasserquellen. Zur Überwachung der Sprinkleranlage wird zum einen ein mechanischer Alarm zur Warnung des Personals, als auch eine elektronische Weiterleitung des Alarms an eine hilfeleistende Stelle (Feuerwehr) ausgelöst.

Sprühwasserlöschanlagen :
Eine Sprühwasserlöschanlage ist wie eine Sprinkleranlage eine wasserführende Löschanlage mit fest verlegten Rohrleitungen, jedoch mit offenen Löschdüsen und Auslösung der Anlage über die Brandmeldetechnik. Sie werden in Räumlichkeiten eingesetzt, bei denen mit einer schnellen Brandausbreitung zu rechnen ist. Unter Umständen werden sie auch nur zur Objektkühlung eingesetzt. Die Wasserbeaufschlagung ist in der Regel deutlich höher als bei Sprinkleranlagen, wodurch entsprechend hohe Wassermengen erforderlich sind. Die Auslösung der Anlage kann mechanisch, hydraulisch, pneumatisch, elektrisch oder in Kombination verschiedener Auslösungen erfolgen. Neben der automatischen Auslösung muss immer eine Handauslösung möglich sein. Über die Brandmeldezentrale kann eine vorherige Abschaltung betrieblicher Anlagen gewährleistet werden, bevor die Löschanlage aktiviert wird. Ebenso wird hierüber eine elektronische Weiterleitung des Alarms an eine hilfeleistende Stelle (Feuerwehr) ausgelöst

Wasservenebelungsanlage / Hochdruckwasser - Löschanlagen :
Wasservernebelungsanlagen und Hochdruckwasser - Löschanlagen sind wasserführende Löschanlagen zum Niederschlagen von Gasen und Aerosolen. Durch sehr hohe Drücke wird das Wasser zu feinstem Nebel versprüht, und es können große Wurfweiten erzielt werden. Die in dem Wassernebel enthaltenen kleinsten Wassertröpfchen ermöglichen einen sehr hohen Kühl– und Löscheffekt. Solche Anlagen verbrauchen weniger Wasser als Sprinkleranlagen oder Sprühwasserlöschanlagen, bei höherer Löscheffizienz.

Schaumlöschanlagen :
Schaumlöschanlagen gibt es grundsätzlich für Schwerschaum (bis 20fache Verschäumung), Mittelschaum (bis 200fache Verschäumung) und Leichtschaum (bis 1000fache Verschäumung). Welches Schaummittel im Einzelfall um Einsatz kommt, muss den individuellen Bedingungen des Objektes angepasst werden und hängt von vielerlei Kriterien ab.
Schwerschaum: Für brennbare Flüssigkeiten, wie Benzin, Schwefelkohlenstoff, Öle, Lacke und Lösungsmittel. Große Wurfweiten durch spezifisch hohes Gewicht, Möglichkeit der Erzeugung einer geschlossenen Schaumdecke mit relativ geringer Höhe.
Mittelschaum: wichtig bei der Brandbekämpfung in Bodennähe, zur Bodenabdeckung von Flüssigkeitsbränden durch hohe Fließfähigkeit des Löschmediums. Einsatz im Freien möglich, da stabil gegen leichte Windeinflüsse. Einsatz aus Löschfahrzeugen möglich.
Leichtschaum: extrem trocken und deshalb sehr leicht, deshalb gut geeignet zur Befüllung von großen Produktions– und Lagerhallen, in kurzer Zeit bis unter die Decke.

CO2-Löschanlagen :
Eine CO2 - Löschanlage werden als Raumschutz- oder Objektschutzanlagen verwendet. Seine Löschdüsen werden entweder gleichmäßig im Schutzbereich verteilt (Raumschutz) oder mit direkter Ausrichtung auf das zu schützende Objekt gerichtet (Objektschutz). Wenn sich bei diesen Anlagen in den gefährdeten Bereichen Personen aufhalten, so muss zu deren Evakuierung aus dem gefährdeten Bereich eine ausreichende Vorwarnzeit gewährleistet sein. Weiterhin müssen diese Personen regelmäßig Räumungsübungen durchführen (mind. 2x / Jahr). CO2 - Löschanlagen eignen sich besonders in Bereichen mit brennbaren Flüssigkeiten, Lackierbereiche, sowie elektrischen Bereichen und EDV - Anlagen. Man unterscheidet Hochdruckanlagen (Druckgasflaschen) und Niederdruckanlagen (Flüssiggasbehälter). Die Auslösung dieser Anlagen erfolgt mittels Brandidentifizierung durch Fühler oder Melder, über die Brandmeldezentrale oder einen Steuerschrank.

Pulver-Löschanlage :
Eine Pulver - Löschanlage werden als Raumschutz- oder Objektschutzanlagen verwendet. Seine Löschdüsen werden entweder gleichmäßig im Schutzbereich verteilt (Raumschutz) oder mit direkter Ausrichtung auf das zu schützende Objekt gerichtet (Objektschutz). Pulver - Löschanlagen eignen sich besonders in Bereichen mit brennbaren Flüssigkeiten, Tanklager, Pumpstationen, Übergabestationen für Öl und Gas, Gasbrennstationen, Hydraulikanlagen, Chemikalien - Tanker, Müllbunker, sowie als Explosionsunterdrückungsanlagen. Zu beachten ist, dass der Löschbereich im Einsatzfall mit einer Pulverwolke durchsetzt wird, was eine erhebliche Verschmutzung zur Folge hat.

Weitere Löschanlagen:
Berieselungsanlagen, Funkenlöschanlagen, Inergen - Löschanlagen, Direktlöschanlagen für Abzüge, Naturgaslöschanlagen usw.